

Mein künstlerisches Talent wurde mir gewissermaßen in die Wiege gelegt. Schon seit meiner Kindheit begleitet mich die Freude am Gestalten und Erschaffen. Angefangen hat alles mit meinen ersten Bildern – Bauernhöfe, Hühner, Hunde und vieles mehr. Mit zehn Jahren entdeckte ich das Töpfern für mich, mit zwölf Jahren versuchte ich mich erstmals im Schnitzen. Schon damals war meine Neugier groß, immer wieder neue Materialien und Ausdrucksformen auszuprobieren.
Im Laufe der Jahre konnte ich mit meiner Kunst viele Menschen erfreuen. Für mich bedeutet Kunst vor allem eines: Freiheit, Leidenschaft und die Möglichkeit, Gedanken und Gefühle sichtbar werden zu lassen.
Seit 2009: Rentnerin
1972–2009: Tätigkeit in verschiedenen Baubetrieben als Technologin, Planerin, Bauleiterin und im Vertrieb
1957–1969: Studium mit Abschluss als Diplom-Ingenieurin für Hochbau
1957–1969: Schulbildung mit Abitur und anschließendem Facharbeiterabschluss als Maurerin
Wenn die Welt zu laut wird, greife ich zu Pinsel, Farbe und Leinwand – oder zum Schnitzmesser, zum Ton und inzwischen auch zu vielen anderen Materialien. Beim kreativen Arbeiten kommen meine Gedanken zur Ruhe und finden gleichzeitig neue Wege.
Ein Bild oder eine Skulptur sind für mich Emotion, Leidenschaft und Freiheit.
Wenn ich etwas erschaffe, vergesse ich Zeit und Raum – manchmal sogar Essen und Trinken. Ich kann mich vollkommen in meinem Tun verlieren. Genau das macht für mich die besondere Faszination der Kunst aus.
Im Laufe der Jahre habe ich mit vielen unterschiedlichen Techniken und Materialien experimentiert: Öl, Acryl, Bleistift – auf Leinwand, Holz, Stein oder Seide. Ich probiere gerne Neues aus und lasse mich dabei von meiner eigenen Fantasie überraschen.
Zurzeit arbeite ich überwiegend mit Acrylfarben auf Leinwand, insbesondere mit der Pouring-Technik, also dem Gießen von Farbe. Doch irgendwann wurden mir rein gepourte Bilder zu wenig. Ich begann, meine eigenen Ideen und Motive auf die entstandenen, immer wieder einzigartigen Farbflächen zu malen.
So entstehen spannende und unvorhersehbare Untergründe, die jedes Bild zu einem Unikat machen. Die Farbe gibt die Richtung vor – meine Fantasie erzählt die Geschichte weiter.
Da mir ein Studienplatz im Bereich Malerei und Grafik verwehrt blieb, bin ich heute eine reine Autodidaktin. Was mir an einer klassischen Ausbildung fehlte, habe ich mir durch Neugier, Experimentierfreude und vor allem durch die Leidenschaft für die Kunst selbst angeeignet.
Und ich bin noch lange nicht am Ende meiner kreativen Reise: Neuerdings ist sogar Leder als weiteres Material dazugekommen.
Ich glaube fest daran:
Man muss für etwas brennen – dann klappt es!